Traumtour
auf Pfaden der Wacholderheiden der Osteifel

Der Traum ist eine besondere Form des Erlebens, der von lebhaften aber meist unwahrscheinlichen Bildern begleitet wird. Aber in den herrlichen Landschaften von Rhein, Mosel und Eifel kann man seit 2007 auf Pfade traumwandeln und ihre Reize hautnah miterleben. Die Schönheiten zwei dieser Traumpfade wollen wir in einer Kombination von Bergheiden- und Wacholderweg als Tagestour realisieren und genießen.

Wir starten unsere Wanderung am Parkplatz Raßberg an der Wintersportanlage bei Arft. Hier  befinden wir uns auf einer Höhe von 635m und somit sind die besten Vorraussetzungen für weite Ausblicke gegeben. Noch etwas höher fällt ein Stahlgittermast auf, der am höchsten Punkt des Raßberges steht. Mit 665m ü.NN zählt er zu den höchsten Erhebungen der Eifel. Der Turm ist ein Überbleibsel einer ehemaligen Radar Station der US Airforce. Die unbewaldete Kuppe ist von Wacholderbüschen und Heide bedeckt. Sie zählt zu einer Reihe von Wacholderheiden der Osteifel, von denen wir einige auf unserer Tour durchstreifen werden.
Der Wegweiser „Menke Höhe 1,1km“ zeigt unsere Wanderrichtung an. Auch das Logo „Traumpfade, das uns meist begleiten wird, finden wir hier. Schon nach wenigen Metern haben wir einen herrlichen Blick auf Arft und Langenfeld. In einem Halbkreis umrunden wir den Raßberg. Von seiner Westseite ist der höchste Berg der Eifel, die Hohe Acht, zum Greifen nah. Markant ist auch weiter nördlich der Schöneberg mit seinem Fernmeldeturm.

          Auf dem "Rassberg"                                 Arft und Langenfeld                              "Hohe Acht"

Kein geringerer als der erste Bundeskanzler Dr. Konrad Adenauer erkannte schon früh den hohen Wert dieses Heidegebietes. Er unterstützte die Bemühungen den einzigartigen Charakter der Bergheiden zu bewahren. Aus diesem Grund wurde ihm zu Ehren ein Denkmal aus heimischem Basalt am Westrand des Raßberges errichtet.
Wir überqueren die K10 und kommen in ein weiteres Wacholderschutzgebiet, den „Heinrich Menke Park“. Auch hier finden wir bald einen Gedenkstein. Dr.-Heinrich-Menke war ein Biologielehrer aus Koblenz (1880 bis 1956), der sich auch in seiner Funktion als Landesbeauftragter für den Naturschutz und den Erhalt der Wacholderheiden eingesetzt hatte. Ein großartiger Panoramablick nach Süden liegt vor uns, rechts taucht auch der auffällige Vulkankegel der Nürburg auf. Die bewaldete Hohe Acht bleibt noch weiter Wegbegleiter. Der Traumpfad führt uns wieder hinunter zur Straße (576m), die wir überqueren und rechts auf einem fast unscheinbaren Wiesenweg weiter wandern. Auf der freien Höhe mit schönen Aussichten erreichen wir auf einem befestigten Weg eine Schutzhütte, die jetzt zu einer Rast einlädt (4,5km, 646m ü.NN).

Auf dem Rassberg mit Adenauer Stein             Wanderpause                           Hohenleimbach mit Schöneberg

Weiter geht es bis zum Waldrand, wo wir dem Wegweiser nach rechts bergab folgen. Sobald wir in den Wald kommen ist die Orientierung in dieser Wander-Richtung etwas schwieriger, denn die Wegweisung ist hier dürftig. Spitzwinklig müssen wir rechts abbiegen. Mit einem Linksbogen ändern wir wieder unsere Richtung und wandern durch einen herrlichen Wald im engen Tal des Selbaches ca. 1,5km. Hervortretende Felsen geben dem engen Tal einen schluchtartigen Charakter. Das wenig lichtdurchlässige Blätterdach der Bäume sowie das leise Gluckern und Plätschern des Baches erzeugen einen traumhaften Eindruck.  

      Im Tal des "Selbaches"                           Mündung Selbach in Nette                           "Nettehöfe"

Der Selbach fließt schließlich in die Nette, der wir nun bachabwärts folgen. Nach zwei Netteüberquerungen geht ein Traum zu Ende, aber der nächste beginnt. Hier führt nun der Traumpfad des „Bergheidenweg“ nach rechts wieder zum Raßberg zurück. Wir möchten aber den nächsten Traum erleben und folgen dem Wegweiser „Wacholderweg 0,6 km“, auch dieser Weg ist als Traumpfad qualifiziert. Wir wandern nun vorbei an den Nettehöfen und folgen ca.150m hinter dem letzten Haus dem Wegweiser „zum Wacholderweg“ nach rechts“. Nach Überquerung eines kleinen Baches stoßen wir auf diesen Traumpfad und folgen dem Wegweiser  „Wacholderhütte 3.5 km“ nach links. Der Weg gewinnt nun mehr und mehr an Höhe. Nach ca. 300m biegt an einer Wegegabelung mit einer Bank  der Wacholderweg links ab. Um den Aufstieg aus dem Nettetal hinauf zur Wacholderhütte für konditionsschwächere Wanderer zu erleichtern, bleiben wir weiter auf dem Hauptweg und sammeln auf dem folgenden Kilometer schon 100 Höhenmeter und vermeiden somit den am Ende des Wacholderweges langen, finalen Anstieg aus dem Nettetal zur Hütte. Am Ende der Steigung biegt der Weg nach links ab. Es geht jetzt ca. einen Kilometer fast ohne bedeutende Höheunterschiede durch einen Buchenwald. Erst an einer Forstwegkehre müssen wir rechts bergan. Nach ca. 300m endet für uns diese Steigung und wir wandern links auf fast gleich bleibender Höhe weiter. Den Wald haben wir verlassen und es ergeben sich schöne Aussichten. Nach einem Kilometer taucht  wieder ein Wegweiser des Wacholderweges auf, der aus dem Tal kommt und uns den Pfad nach rechts hinauf schickt. Nach 400m ist die Wacholderhütte erreicht, die mit ihrer herrlichen Lage und einem traumhaften Panoramablick auf die einzigartige Vulkanlandschaft der Osteifel zu einer zünftigen Einkehr lockt.

"Wabelsberger Hütte"

Von der Wacholderhütte wandern wir den „Heidegarten Wabelsberg“ hinauf, wo wir auf der Höhe (555m) einen kleinen Kräutergarten vorfinden. Weiter geht es zu dem unterhalb liegenden Weg, wo wir uns nach links wenden und auf den Wacholderweg stoßen. Wir folgen seinem Logo am Waldrand vorbei bis zu einem befestigten Weg. Hier geht es 100m auf einem Naturpfad nach links. Anschließend weist uns der Wegweiser hinauf zum Büschberg, einer weiteren Wacholderheide. Entschädigt werden wir für den kurzen Anstieg auf 587m mit weit reichenden und wunderbaren Aussichten und einer zusätzlichen Besonderheit. Ein verschlungenes Pfädchen führt durch einen Heide- und Blumengarten, der die Vielfalt der regionalen Flora auf kleinem Raum vorstellt.

     Anstieg zur Wacholderhütte       Blick zum "Sulzbusch" u. "Hochsimmer"       Auf dem "Büschberg"

Der Abstieg bringt uns bis zu einem Holzkreuz, das im Jahr 1984 von Fritzdorfer Wallfahrern an dieser Wegekreuzung errichtet wurde. Alljährlich kommen die Pilger auf ihrem Weg nach St. Jost im Nitztal hier vorbei und legen eine kurze Rast für ein Gebet ein. Diejenigen, die am Morgen hier einen zweiten PKW abgestellt haben, sparen sich nun einen 1,4km langen asphaltierten und unattraktiven Wirtschaftsweg zurück zum Ausgangspunkt am Raßberg.

Information: Broschüre „Traumpfade“ in den örtlichen Tourist-Informationen, Wanderkarte Nr 32 „Osteifel mit Laacher-See-Gebiet“ des Eifelvereins
Streckenlänge: ca. 15,5 km, Wanderung mit naturbelassenen Wegen, nur 1km asphaltierter Wirtschaftsweg auf der Höhe und im Bereich Nettehöfe, 1,4km befestigter Ww von Wallfahrerkreuz bis Parkplatz Raßberg
Schwierigkeit: Höhen- u. Talwanderung, 1000m langer und 100m hoher Anstieg aus dem Nettetal
Einkehrmöglichkeit: „Wabelsberger Wacholderhütte“, Montag Ruhetag  (www.wabelsberger-wacholderhuette.de )


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