Rursee - Region

 

Der Rursee, zusammen mit den beiden Trinkwasserseen Obersee und Urftsee, präsentiert sich heute als eine beeindruckende Wasserlandschaft vor der Landschaftskulisse des Nationalparks Eifel.
Die Rur, die im Hohen Venn entspringt, hat früher immer wieder für Probleme gesorgt. Wenn es viel geregnet hat, sammelte sich das Wasser in der Rur und sorgte für Überschwemmungen. In längeren Trockenperioden reichte das Wasser für die Dürener und Jülicher Industrie nicht mehr aus. Um den Fluss zu regulieren begann man vor vielen Jahrzehnten die Planungen für die Talsperre.
Nach Plänen von Professor Otto Intze begann man 1900 mit dem Bau der Urfttalsperre, die 1904 fertig gestellt wurde. Die großzügige Planung sah gleichzeitig einen fast 3 Kilometer langen Stollen durch den Kermeter vor, der mit einem Gefälle von 100m die Wassermassen zu dem Kraftwerk nach Heimbach leitete. Da das Wasser im Wesentlichen in wenigen Tagesstunden durch das Kraftwerk lief und so die Welle erst zur Nachtzeit in der Gegend von Düren ankam, wirkte sich dies für den Wasserverbrauch der Düren-Jülicher Industrie nachteilig aus.
Neben dem nach wie vor ernsten Problem des Hochwasserschutzes traten jetzt zwei neue Probleme in den Vordergrund. Die Versorgung der Industrie des Düren-Jülicher Raumes mit Brauchwasser und die durch den Steinsteinkohlenbergbau dichter werdende Besiedlung des Aachener Raumes mit Trinkwasser. So entstanden 1912 die Dreilägertalsperre und 1934 die Kalltalsperre zur Trinkwasserversorgung. Für die Düren-Jülicher Industrie wurden zwei weitere kleinere Staubecken an der Rur gebaut. Es handelt sich um das Ausgleichsbecken in Heimbach im Jahre 1934. In der gleichen Zeit entstand das Ausgleichsbecken in Obermaubach.
Diese kleineren Sperren waren aber nicht in der Lage, den großen Wasserausgleich, den die Industrie benötigte, herbeizuführen. Infolgedessen wurde die Talsperre Schwammenauel projektiert und 1938 fertig gestellt. Erfreulicherweise konnte durch den Bau dieser Talsperre auch der Hochwasserschutz wesentlich verbessert werden
Aber schon schnell war klar, dass der Bau dieser Anlage für die endgültige Sicherstellung der Wasserversorgung des Aachen-Dürener Raumes nicht ausreichen würde. So wurde 1959 in Schwammenauel der vorhandene Staudamm auf 72m über Fluss-Sohle erhöht und nahm damit den ersten Platz unter den Talsperren der Bundesrepublik ein.
Die Rurtalsperre bietet heute mehr als nur Wasserversorgung und Hochwasserschutz. Sie hat die Landschaft verändert und als "Eifeler Seenplatte" ist sie ein herrliches Erholungs- und Freiteitgebiet mit vielseitigen Möglichkeiten, auf dem Wasser, zu Fuß oder mit dem Rad.

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