Rursee - Tour

 unterwegs zu Lande und zu Wasser


Die Landschaft der Nordeifel ist geprägt vom Wasser. Zum Zwecke des Hochwasserschutzes, der Energieerzeugung sowie der Trink- und Brauchwasserversorgung des Aachener und Dürener Raumes ist seit über hundert Jahren eine Seenlandschaft entstanden, die heute ein beliebtes Ausflugsziel ist. Einer der neun Stauseen ist der Rursee und mit 203 Mio. cbm Fassungsvermögen der zweitgrößte Stausee Deutschlands. Nur der Bleilochstausee in Thüringrn ist größer. Diese Landschaft wollen wir heute zu Lande und zu Wasser näher kennen lernen.

"Schwammenauel" Anlegestelle

  Startpunkt ist der Parkplatz „Büdenbach“ (290m ü.NN) in Schwammenauel (gebührenfrei, zweiter P hinter der Staumauer). Hier beginnt auch unser Wanderweg, der bis Rurberg durch den Nationalpark Eifel verläuft. Zunächst wandern wir 1,6km auf bequemen Weg entlang des Sees. Dann zweigt links mit dem Wegweiser „Hirschley 2,7km“ ein Weg ab, den wir nun 1km bergauf durchs Hohenbachtal folgen. Dann führt uns der Wegweiser „Hirschley 1,7km“ rechts über einen Pfad hinauf bis zu einem Forstweg (3,4km, 435m ü.NN), wo der Anstieg endet. Hier wenden wir uns nach rechts bis wir auf einen neu angelegten barrierefreien Naturerlebnis-Wanderweg stoßen. Auf dem oberen Weg wandern wir nach rechts weiter, – der untere führt hier ins Tal nach Rurberg. Nach 600m erreichen wir den Aussichtspunkt „Hirschley“ (4,3km, 470m ü.NN). Man genießt hier vom Kermeter, wie der von uns bestiegene Höhenrücken heißt, wohl den schönsten Blick auf den Rursee, der mit vielen Windungen im wahrsten Sinne des Wortes zu unseren Füßen liegt.

Hirschley-Aussicht zum Rursee

Der Kermeter ist ein großes zusammenhängendes Waldgebiet, das schon Karl der Große gern als Jagdgebiet nutzte. Im Römischen Reich führte die Straße, die Köln mit Reims verband, über den Kermeter. Als Napoleon das Rheinland eroberte, war dieser Bergrücken fast abgeholzt. Heute ist er Teil des Nationalparks Eifel, wo die Natur sich selber überlassen bleibt und mit der Zeit in einen urwaldähnlichen Zustand zurückgeführt werden soll. 

     Rastplatz "Hirschley"                                      Blick auf Rurberg                              Überlauf Obersee 

Weiter geht es zurück bis zum Hauptweg, wo wir uns nach rechts wenden. Vorbei wandern wir am Rastplatz „Paulushof“ Richtung „Rurberg 2,8km“ (490m). Ein bequemer Weg führt uns zum Honigberg mit Sendemast (5,9km, 480m). 400m weiter zweigt rechts ein Pfad, „Rurberg 1,8km, ab“. Es wird nun immer steiler. Unterwegs zeigt ein Wegweiser links zum Obersee. Wir wandern aber weiter geradeaus und gelangen bald in vielen Kehren hinunter zum Staudamm „Paulushof“ (283m ü.NN), wo die Rur zum Obersee aufgestaut wird. Das Wasser dient der Trinkwasserzubereitung; somit ist hier jeglicher Wassersport untersagt. Die beiden Ausflugsboote fahren mit einem Elektromotor.

Rurberg

 Gemütlich und mit Hochgenuss die Landschaft betrachtend geht es über die Staumauer und am Ende rechts über eine zweite. Diese staut den Eiserbach zu einem Freizeitbad auf. Weiter wandern wir rechts auf der Seeuferstraße zur Anlegestelle der Rurseeschifffahrt. Wer hier nach 8km die Tour beenden möchte, kann mit dem Schiff zurück nach Schwammenauel fahren. 

Diejenigen, die sich aber noch ca. 6 Kilometer zur nächsten Schiffsanlegestelle bis Woffelsbach zutrauen, wandern auf bequemen Weg immer am See entlang und umrunden somit die Höhe von Rurberg. Wassersport wird hier intensiv betrieben, wie wir an den vielen Bootsstegen und Segelboote erkennen können. Sie verleihen dem See und der Landschaft ein südländisches Flair.

        Segeltörn                                                   Woffelsbach Kapelle                           Woffelsbacher - Bucht

Der Weidenbach, der fjordähnlich in den See mündet, zwingt uns zu einem großen Bogen. Die Beschilderung ist hier sehr dürftig, daher müssen wir auf den schmalen Pfad mit der Nr „4“ achten, der bei dem Linksbogen des "Seerandweg" rechts hinter Haus Nr. 12 abzweigt und  uns über den Weidenbach Richtung Woffelsbach führt. An der St. Wendelinus Kapelle vorbei gelangen wir rechts über den Promenadenweg zur Anlegestelle. Die „Aachen“ oder die „Stella Maris“ bringen uns in 25 Minuten nach Schwammenauel, von wo wir über die Staumauer in einer Viertelstunde unseren Ausgangspunkt erreichen. Die Staumauer wurde von 1934 bis 1938 gebaut und 1961 um 20m auf 77m über Gründungssohle erhöht.  

Als Alternative gibt es noch die Möglichkeit von Rurberg mit dem Schiff bis „Eschauel“ zu fahren (auch Einkehrmöglichkeit) und anschließend bequem am See entlang zur Staumauer „Schwammenauel“ (ca. 5km) und zum Ausgangspunkt  zurück zu wandern.

 

Information: Wanderkarte Nr. 2 „Rureifel“ des Eifelvereins; bis Rurberg ist  die Wegweisung sehr gut, zwischen Rurberg u. Woffelsbach ist im Weidenbachtal das Zeichen "4" schwierig zu finden. Im Frühjahr ist die günstigste Zeit, wenn die Blätter der Bäume die Aussicht weniger versperren. Angenehm bei hohen Temperaturen, da der Weg bis Rurberg meist durch Wald verläuft.

(Nationalpark Eifel www.rhein-eifel.tv/nationalpark-eifel.htm )

Eschauel mit Badestrand 

Streckenlänge: 8km bis Rurberg, bis Woffelsbach 14km, Alternative von Rurberg mit Schiff bis „Eschauel“ und 5km am See entlang bis Schwammenauel,: zusätzlich 1km von Schwammenauel zum Parkplatz

Schwierigkeit: gering, 900m langer Anstieg aus dem Hohenbachtal, sehr steiler Abstieg vom Honigberg bis Staudamm „Paulushof“; feste Schuhe mit Profilsohle sind empfehlenswert. Auf- und Abstiege 315m

Einkehrmöglichkeit: in Rurberg, Woffelsbach und Schwammenauel

 GPX -Track

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Karte


Tourenübersicht Rursee-Region


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