Hohe Acht Wanderung
Auf das Dach der Eifel
Mit 746m ist die „Hohe Acht“ der höchste Berg der Eifel. Es ist ein Erlebnis besonderer Art von diesem ehemaligen Vulkankegel mit einem 360° Panoramablick die malerische Landschaft der Eifel wie von einem Dach zu genießen.
Bei einer Wanderung rund um diesen Berg erwarten uns beeindruckende Aussichten. Sanfte Hügel, kleine Waldpassagen und Wacholderheiden machen sie zu einer traumhaften Tour.
"Hohe Acht", höchster Berg der Eifel
Die Wanderung beginnen wir am „Wanderparkplatz Hohe Acht“ an der L10 zwischen Adenau und Jammelshofen. Von Informationstafeln erfahren wir hier interessantes über Vulkanismus und verschiedene Wanderwege. Der Gipfel ist von hier zwar schon nach 0,9km zu erreichen, besteigen werden wir ihn aber erst am Ende als Höhepunkt dieser Tour. Deshalb folgen wir zunächst auf der anderen Straßenseite nicht dem Wegweiser „Eifelleiter“, sondern den rechts und nach 70m wieder rechts verlaufenden Weg. Dieser führt durch einen Wald mit teils durch Rodung entstandene freien Blicke. Der Weg endet an der L19, an der ein kleines Marienkapellchen steht.
Waldpassage zu Beginn der Tour
Marienkapellchen
Von diesem wandern wir links auf einem kaum erkennbaren Wiesenpfad über eine weite hügelige Wiesenlandschaft mit Fernsicht zum gegenüberliegenden „Raßberg“, den wir bei der Tour auch noch besteigen werden.
Blick über Jammelshofen zum Raßberg
Skigelände
Über Wiesen wandern wir bergab nach Jammelshofen. Am Rand des kleinen Eifeldorfes führt uns die Wanderung vorbei an einem Skihang mit Skilift. Leider ist der Spaß am Skifahren und Rodeln durch weniger Schnee in den letzten Jahren zurückgegangen. Hier geht es rechts einige Höhenmeter bergan und biegen hinter einem kleinen Weiher links ab. 300m geht es bequem durch einen Wald bevor wir die Jammelshofer Talmulde verlassen und rechts 80m steil bergan steigen.
Jammelshofener Talmulde
Naturpfad
Oben an der B412 kann an manchen Tagen einen lebhaften Verkehr Richtung Nürburg Ring erleben. So müssen wir hier ca 100m links an der Straße entlang und dann rechts vorsichtig die Fahrbahn überqueren. Bequem geht es durch Wiesengelände zur nächsten Straße, die überquert wird und fast parallel zu dieser unterhalb verlaufenden Straße dann nach 1,5km ein zweites Mal.
Auf einem verwachsenen Waldweg mit hin und wieder einen Blick über die bewaldete Eifellandschaft sowie zu dem noch zu erwandernden „Raßberg“. Nach ca 1,5km endet dieser Naturpfad und es öffnet sich die Landschaft und vor uns liegt auf der anderen Straßenseite ein Parkplatz, der besonders im Winter für das nahegelegene Skigebiet benutzt wird.
Pausenblick
Hier am Rande des Raßberges lädt eine Hütte zu einer mittlerweile verdienten Rast ein. Dabei schweift Blick zu den Orten Arft und Langenfeld am Fuße des Saberges (siehe Panorama-Bild).
Nach der aussichtsreichen Pause folgen wir dem Traumpfad „Bergheidenweg“ und umrunden in einem Halbkreis den Raßberg, der von einer Wacholderheide geprägt ist.
Wacholderheide "Raßberg"
erster Blick zur "Hohen Acht"
Der Blick geht weit in die Eifel zum Ort "Hohenleimbach" und zum "Schöneberg" mit seinem Fernmeldeturm (Bild rechts). Noch etwas höher liegt der Stahlgittermast, der am höchsten Punkt des Raßberges steht. Der Turm ist ein Überbleibsel einer ehemaligen Radar Station der US Airforce.
Dann erspähen wir das erste Mal unser heutiges Wanderziel, die Hohe Acht, aber bis dahin hat die Tour noch einiges zu bieten.
So liegt am Weg ein Denkmal zu Ehren des ersten Bundeskanzlers Dr. Konrad Adenauer. Er erkannte schon früh den hohen Wert dieses Heidegebietes und unterstützte die Bemühungen den einzigartigen Charakter der Bergheiden zu bewahren. Aus diesem Grund wurde ihm zu Ehren1976 dieses Denkmal aus heimischem Basalt am Westrand des Raßberges errichtet. Dann kommen wir in ein weiteres Wacholderschutzgebiet, den „Heinrich Menke Park“.
Wanderung durch die Wacholderheiden siehe folgenden Link:
Denkmal zu Ehren des ersten Bundeskanzlers
Menke Denkmal mit Blick zur "Hohen Acht"
Auch hier finden wir bald einen Gedenkstein. Dr.-Heinrich-Menke war ein Biologielehrer aus Koblenz, der sich auch für den Naturschutz und den Erhalt der Wacholderheiden eingesetzt hatte. Ein großartiger Panoramablick nach Süden liegt vor uns. Hinter dem Menke Stein verlassen wir den Traumpfad und wandern rechts weiter durch eine zauberhafte Wacholderlandschaft mit herrlichen Panorama über die Eifellandschaft
Von der offenen Wacholderheide haben wir dann einen herrlichen Blick zur Hohen Acht und in die Vulkaneifel bis zum Nürburgring mir seinen modernen Bauwerken.
Landschaftspfleger der Wacholderheide
Wegbegleiter "Hohe Acht"
Die Heide sorgt im Spätsommer für ein violettes Farbenmeer, dazwischen sorgen die teils bizarren Wuchsformen des Wacholders und Kiefern für mediterranes Flair. Schafe sind die wichtigsten Landschaftspfleger der Wacholderheide. Durch das Abfressen von Gräsern und jungen Bäumen verhindern sie die Verbuschung. Den stacheligen Wacholder meiden die Tiere jedoch, wodurch diese charakteristische Kulturlandschaft erhalten bleibt.
Die bewaldete Hohe Acht bleibt noch weiter unser Wegbegleiter. Aber ein anderer bekannter Berg zeigt sich am Horizont, die Nürburg. Wir verlassen nun die Wacholderheide und erreichen nach einem kleinen Waldstück, die L10. Dort wandern wir zunächst durch eine kleine Talmulde bis der Weg wieder ansteigt. Oberhalb von Siebenbach geht es auf einem aussichtsreichen Forstweg am Waldrand entlang.
Blick zum Eifelörtchen "Siebenbach"
Aufsstiegsbeginn zur "Hohen Acht"
Unterwegs liegt etwas hinter Büschen versteckt eine Schutzhütte mit Rastplatz, den wir zu einer Pause nutzen. Leider ist die Sicht ins Tal durch Bewachsung nur spärlich. Mit einem letzten Blick zum Eifelörtchen Siebenbach passieren wir nach einem kurzen Waldstück das Hotel „Parc Fermé und erreichen die Einmündung der L10 in die B412. Dort zeigt das erste Mal ein Wegweiser zur Hohen Acht.
idyllischer, aber steiler Pfad zur "Hohen Acht"
Kaiser-Wilhelm-Turm
Wir steigen hinter dem alten Gebäudekomplex des ehemaligen Hotels „Waldblick“ zu unserem heutigen Highlight, der „Hohen Acht“, hinauf. Zunächst geht es 100 Höhenmeter auf einem idyllischen Pfad bergan. Rechts und links begleiten uns herrlich blau blühende Glockenblumen. Eine Bank lädt dann noch zu einem kurzen Ausruhen ein, bevor die letzten steilen 40 Höhenmeter bewältigt werden. Am Ende des Aufstiegs erwartet uns der Höhepunkt der Wanderung, der 16m hohe der Kaiser-Wilhelm-Turm. Er wurde dem Kaiserpaar 1906 anlässlich der Silbernen Hochzeit gestiftet. Über dem Eingang des Turmes befindet sich eine große Bronzeplatte mit der Darstellung eines Schlangenkämpfers und dem Haupt des Monarchen.
Panoramablick
Seine traumhafte Panoramaaussicht wird aber erst nach besteigen der 75 Treppenstufen zu der obersten Aussichtsplattform erlebbar. Alle Mühen sind mit diesem sagenhaften Fernblick über eine facettenreiche Vulkanlandschaft der Eifel vergessen. Weit reicht der Blick über die Hocheifel bis hin zur historischen Burgruine der Nürburg. Auch das 50km entfernte Siebengebirge mit dem weißen Gebäude des Hotels auf dem Petersberg ist sogar noch zu erkennen. Nach diesem phantastischen Rundumblick geht es wieder hinunter und damit schließt sich der Kreis einer herrlichen Wanderung.
Dieser charakteristische Vulkankegel hat zum Abschluss einer aussichtsreichen Tour uns ein zauberhaftes Eifelpanorama von oben präsentiert hat.
Information: Wanderkate Nr.32 „Osteifel“ des Eifelvereins, individuelle Tour
Strecke: 14,5 km Rundwanderung, meist unbefestigte Wege und Pfade.
Schwierigkeit: mittel, am Ende Aufstieg zur Hohen Acht 140 Höhenmeter, Auf- und Abstiege gesamt 370m
Einkehrmöglichkeit: unterwegs keine
GPX-Track:
Video, Bild anklickem
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