Heidenaturpark
Rodebach-Roode Beek
Die geographische Lage von Gangelt ist besonders reizvoll, sie bietet in dem seit 2008 bestehenden Naturheidepark zahlreiche Möglichkeiten für grenzüberschreitende Wanderungen und Spaziergänge.
Kahnweiher und Seeterrasse
Dieser Angler sitzt immer da.
Diese abwechslungsreiche schöne Naturwanderung beginnen wir in Gangelt am Kahnweiher, wo genügend Parkplätze zum Parken bereit stehen. Vor uns liegt dann ein Freizeitpark mit vielen aktiven Möglichkeiten. Am Ende der Wanderung lädt das Bistro & Cafe auf seiner Außenterrasse am Kahnweiher zu einem gemütlichen Abschluss ein. Beeindruckend ist nicht nur der idyllische Weiher sondern am Rande eine lebensgroße Skulptur eines Anglers, der schmunzelnd zum Fotografieren einlädt.
Wir wandern auf der linken Seite des Kahnweihers und erstaunt erblicken im Wasser einen Mann im Schwimmreifen. Auch er gehört zu einer Reihe von „Alltagsmenschen“ der Künstlerin Laura Lechner, die als kulturelle Attraktionen und Fotomotiv am Gewässer aufgestellt wurden.
Natur-Idylle
Gangelter Bruch
Der See und das viele Grün ist eine wahre Naturidylle, an deren Ende wir auf einen breiten Weg treffen und dort rechts weiter gehen. Bevor wir diesen erreichen geht es rechts auf dem Pfad weiter bis er am Ende auf den breiten Weg trifft, dem wir nun folgen. An der nächsten V-Einmündung wandern wir rechts weiter bis zum Rodebach-Radweg. Hier ein paar Meter rechts und dort durch das Türchen betreten wir das Gelände des Gangelter Bruchs. Eine Info-Tafel erklärt, dass man in dem folgenden Schinfelder Wald erhöhte kleine Areale, sog Schanzen, findet. Es sind Reste ehemaliger Verteidigungsbauwerke, die mit einem Graben umgeben waren.
Hinter dem Türchen wird der vor Jahren renaturierte Rodebach auf Steinplatten überquert. Links sehen wir dann im Gelände eine kleine bewaldete Erhöhung, den Schanzberg mit einem verwitterten Eisenkreuz auf einem Steinsockel.
erste Begegnung mit schottischen Hochlandrinder
Wo ist hier der Pfad?
Wir erreichen den hier ehemals verlaufenden Rodebach, der die Grenze zwischen Deutschland und den Niederlanden markiert. Nach dem Grenzvertrag von 1960 verläuft hier exakt in der Mitte des ehemaligen Rodebachs zwischen den Grenzsteinen 269A und 269B in Richtung Grenzstein 270 die Grenze. Heute ist nur noch ein Graben zu erkennen.Wir wenden und nach links und folgen dem idyllischen Naturpfad bei dem der Graben uns immer die Wanderrichtung anzeigt. Denn in diesem verwilderten und oft zugewachsenen Gelände, ist der richtige Pfad schwer zu finden. Es ist ein echter Naturpfad mit teils umgestürzten Bäumen. Dabei ziehen auch die Hochlandrinder durch das Gelände und machen ihren eigenen Weg, sodass der eigentliche Pfad von diesen kaum zu unterscheiden ist. Neben großen Waldbereichen bildet altes Weideland, das heute nicht mehr landwirtschaftlich genutzt wird, einen Großteil des Parks. Wenn sich die Weiden frei entwickeln, würde bald ein dichter Wald die gesamte Fläche erobern. Die Hochlandrinder, die in kleinen Gruppen durch den Park ziehen, sorgen dafür, dass eine halboffene Landschaft mit blumenreichen Wiesenböden, Sträuchern und kleinen Waldabschnitten entsteht. Die Beweidung stellt einen natürlichen Prozess dar, von dem zahlreiche Pflanzen und Tierarten anhängig sind.
Ein Blick rechts zum dem freien Wiesengelände zeigt einen Segelflugplatz.
Heringshof
renaturierte Feuchtgebiete
Nach ca. einem Kilometer liegt vor uns der „Heringshof“, ein historischer Bauernhof aus dem Jahre 1916. Jetzt wandern wir mit einem Rechtsbogen auf dem „Heringsweg“ weiter. In dem nächsten ca 500m links kaum erkennbaren abgehenden Pfad biegen wir ein und sehen schon bald rechts einen Weiher. Ausgedehnte renaturierte Feuchtgebiete zeichnen sich hier im Rode Beek-Heringbosch aus. Es sind wassergefüllte Ton- und ehemalige Kiesgruben. Diese Gewässer tragen zu einem vielfältigen Ökosystem bei und unterstützen eine abwechslungsreiche Flora und Fauna.
An diesem führt uns die Wanderung vorbei bis ein weiterer und größerer erscheint (rote Route). Er ist ein beliebtes Refugium der Hochlandrinder. Sie ziehen in Familiengruppen durch das Gebiet und sorgen mit der Beweidung für den Erhalt der großen offenen Wiesen und Waldflächen. An heißen Tagen stellen sie sich einfach ins Wasser und kühlen sich so ab.
Hochlandrinder
beim Trinken
beim Abkühlen
An der Wegekreuzung wandern wir links zwischen den Weihern und bis zum Ende des großen. Dort geht es links auf der „5 Sterne Route“ weiter bis zum nächsten rechts abgehenden Pfad. Der „Bergerheiderweg“ wird überquert und mit dem „Leiffendervenweg“ geht es durch ein historisches Moor- und Feuchtgebiet (Venn). Tonschichten sorgen hier im „Schinvelder Wald“, einer der größten Waldgebiete in Südlimburg, für einen feuchten Boden und wertvolle Waldbiotope.
Das eingezäunte Gelände wird verlassen und nach ca. 100m rechts ein herrlicher Naturwald durchquert.. Das „Ruischerbeek“ wird überquert und schon bald biegen wir in den „Vuilenweg“ ein („5 Sterne Route“). Dieser endet nach ca 300m an einem Querweg, auch für uns die „5 Sterne Route“. Rechts sehen wir wieder ein Gatter vor dem wir aber links den Pfad weiter wandern, unterwegs wieder mit „5 Sterne Route“. Durch das Buschwerk sehen wir dann Gebäude des „Nonke Buusjke“.
Querung des "Ruischerbeek"
Museumsdorf "Nonke Buusjke"
"Bovenmeer-See"
Aussichtsblick
Aus den umliegenden Lehmseen wurde der Hügel geformt. Highlight ist der kleine Teich auf der Höhe und bildet ein Naturkunstwerk. Wir besteigen den Hügel bis zur Hälfte und wandern dann rechts spiralförmig nach oben. Die Aussicht ist phantastisch und ein Erlebnis, quakende und ins Wasser springende Frösche zu beobachten.Herunter geht es wieder bis zur halben Höhe und dort rechts hinunter bis kurz vor der Straße „Leiffenderhofweg“. Links bringt uns der Pfad zu den Fischteichen, die schon zeitig durch das Buschwerk zu erblicken sind.
In dem malerischen Waldgebiet liegen zwei schöne Fischteiche umgeben von Sparzier- und WanderAus den umliegenden Lehmseen wurde der Hügel geformt. Highlight ist der kleine Teich auf der Höhe und bildet ein Naturkunstwerk. Wir besteigen den wegen sowie das ehemalige Besucherzentrum als Einkehrmöglichkeit. Die Brasserie „HeerLux“ liegt direkt am Wasser mit einer herrlichen See-Terrasse.
Naturpardies für Frösche
Angelteich
Seerosenteich
Nach dem Eingangstürchen bleibt es jedem überlassen rechts oder links um die Teiche zu wandern. Wir wandern links zwischen Teichen rechts und links. Seerosen verzaubern den Miniteich in eine ruhige Oase. Wir verlassen an der Brasserie „HeerLux“ die Anlage und wandern rechts über den Parkplatz bis zur Straße „Leiffenderhofweg“ die wir 200m links bis zum rechts abbiegenden „Beemdenweg“. Dieser breite Wirtschaftsweg geht nach 600m in einen Naturpfad über.
Vennlandschaft am Wegesrand
Im Schatten lässt es sich gut aushalten.
Rechts schauen wir in das „Leiffender Ven“ durch das heute das Roode Beek entwässert. Im 20. Jh. hatte man das alte Sumpfgebiet trockengelegt und landwirtschaftlich genutzt. Das Roode Beek wurde kanalisiert, um das Abwasser der Kohlenwäsche des Bergwerks „Hendrik“ möglichst schnell in die Maas abzuleiten. Zwischen 2002 und 2007 begannen Arbeiten zur Renaturierung des Bachlaufs und zur Wiederherstellung des natürlichen Verlaufs durch Wiedervernässung.
Hier vereinigt sich der „Ruischerbeek“, von Schinveld kommend mit dem „Roode Beek“ aus der „Brunsumer Heide“. Beide münden dann in den Rodebach. Links entdecken wir wieder eine Gruppe Hochlandrinder, die im Schatten der Bäume ruhen. Hier heben sie auch in dem nahe gelegenen Teich zu saufen.
Die Uferstreifen sind sehr sumpfig und um Pfade begehbar zu machen hat man Holzstege angelegt. Nach Überquerung des Rode-Bypass und Rodebach nehmen wir den zweiten rechts abbiegenden Weg. Diesen etwas unattraktiven Weg verlassen rechts mit einem Naturpfad.
Querung des Rodebachs
Dahlmühle
Vor uns liegt dann die „Dahlmühle“. Sie ist eine ehemals am Rodebach gelegene Wassermühle mit einem unterschlächtigen Wasserrad. Ihre erste urkundliche Erwähnung war im Jahr 1472. Anfang des 19.Jh. wurde die Getreidemühle um eine Ölpresse erweitert. Die Mühle war als Ölmühle bis 1955 in Betrieb. Die Getreidemühle lief noch einige Jahre länger. Entlang von Rodebach und Roode Beek reihten sich zahlreiche Öl- und Getreidemühlen. 1970 wurde die letzte Mühle still gelegt. Die Gebäude und Mühlsteine sind oftmals noch erhalten geblieben.
Sportplatz
Terrasse Infocenter
Von der Zufahrtstraße führt uns die Wanderung mit einem zum ersten Mal leicht ansteigenden Pfad weiter und biegen dann zum Sport ab, wo schließlich der Startpunkt wieder erreicht wird. Wer nun nach der Wanderung Lust auf Kuchen und Kaffee hat, findet rund ums Infocenter oder direkt auf der in den Kahnweiher hineinragenden Terrasse ein lohnenden Abschluss.
Damit endet eine wundervolle Wanderung durch eine malerische Wald- und Wiesenlandschaft, in der die Natur mit ihren mannigfachen Variationen die Hauptrolle gespielt hat. Dabei war die Begegnung mit den schottischen Hochlandrindern ein besonderes Highlight.
Information: Infocenter Gangelt, Am Freibad 13
Streckenlänge: ca. 11km, überwiegend Naturwege und Pfade
Schwierigkeit: leicht, Auf- und Ab 35m
Einkehrmöglichkeit: Bistro&Café, Restaurant Hamacher
GPX - Track: Gangelt.gpx (Link speichern)
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