Spuren des ehemaligen Kohlebergbaus

 

 Ein Blick in die Vergangenheit zeigt uns, dass das Aachener Bergbaurevier als eines der ältesten Steinkohlenbergbauregionen in Europa ist. Im Gebiet des kleinen Flüsschen Wurm bei Herzogenrath-Kohlscheid wurden Kohlegruben schon im Jahr 1113 erwähnt. Die älteste Urkunde über den Bergbau am Eschweiler Kohlberg geht in das Jahr 1394 zurück. Vermutlich haben aber schon die Römer, die diese Region fast 500 Jahre besetzt hielten, ihre Villen und Badehäuser mit Steinkohlen beheizt. Dies wird durch Funde in den Resten römischer Bauwerke belegt.

Diese jahrhundertealte Bergbautradition des Aachener Reviers ging 1992 mit Schließung der Grube Emil Mayrisch zu Ende. Von den rauchenden Werksanlagen, die das Landschaftsbild einmal prägten, ist mittlerweile nichts mehr übrig geblieben. Nur die vielen Bergehalden zeugen noch von dem vergangenen Kohlebergbau.

 

       

Wilsberg Runde

 

Via Belgica

 

Haldentour Carl Alexander

  

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Wilsberg - Runde

 

 

 Es geht durch eine mit industriellen Arealen, kleinen Orten und alten Gütern in einer zersiedelten landwirtschaftlich genutzten weiten Ebene rund um den sich daraus erhebenden Wilsberg. Der "Weiße Weg" und der Amstelbach begleiten uns immer wieder.

  

 

 Am Parkplatz in Pannesheide am Ende der „Mühlenbachstraße“ stehen zwei abstrakte Stockpferde aus Stahl, die auf den Pferdelandpark und den hier verlaufenden „Weißen Weg“ hinweisen, dort starten wir die Wanderung. Der Weiße Weg erhielt seinen Namen, weil die Farbe häufig anzutreffen ist. Durch weiß geschlämmte Hofgüter, durch den weißen Anstrich von Zäunen und Gattern der Pferdekoppeln. Birken und zahllose weiß blühende Pflanzen am Wegesrand erfreuen das Auge. 

Zunächst geht es auf der anderen Straßenseite einem Hinweisstein folgend 500m zur „Amstelbachterrasse“. 

 

       

Stockpferde am Parkplatz

 

Weißer Weg

 

Amstelbachterrasse

 Auf einem schönen Spazierweg zwischen Hecken und Aussicht über die Hügellandschaft des Amstelbaches nach Westen, folgen wir vor Betreten des „Geuchter Weges“ rechts den zur Aussichtsterrasse führenden Weg. Die künstlich angelegte Terrasse überragt die sog. Horbacher Börde und bietet einen 180° Rundblick. Die Böden sind die fruchtbarsten und ertragreichsten des Aachener Raums. Wertvolle Agrarprodukte wie Weizen und Zuckerrüben werden hier angebaut. So entstanden zwischen Amstelbach und Horbach schon im 12.Jh. die ersten Gutshöfe (Geuchter Hof, 1240 u. Gut Mühlenbach, 1241).

Unten im Tal schlängelt sich der Amstelbach durch eine offene Agrarlandschaft. In der feuchten und überflutungsgefährdeten Bachniederung überwiegen Viehweiden und Wiesen. Dazwischen schlängelt sich der Bach meist naturnah, begleitet von Weiden und Eschen und anderen Gehölzen. Eine weiße Birke, eine weiß gestrichene Betonsitzgruppe und ein weißes Geländer bestimmen das Erscheinungsbild der Terrasse. 

 

Aussicht Amstelbachterrasse

 

Von der Aussichtsterrasse geht es über eine Treppe hinunter auf den Hohlweg „Geuchter Weg“ und dort zum Amstelbach. Der „Weiße Weg“ folgt anschließend dem „Geuchter Weg“. Wir biegen aber an der Wegegabelung nach links ab und folgen hier noch ein Stück dem Bach bis zur ehem. Kläranlage Horbach. Rechts geht es um das eingezäunte Gelände und anschließend auf schönem Weg entlang eines kleinen feuchten Tälchens zur Linken und einer leicht ansteigenden Feldfläche zur Rechten bis die Talmulde endet. 

       

Geuchter Weg

 

Amstelbach

 

Biotop am Wegesrand

 Hinter der anschließenden Wiese biegt der Wanderweg links ab zum Ortteil Bank. Dort geht es auf der „Amstelbachstraße“ links bis zur „Haus-Heyden-Straße“, der wir rechts bis zum „Germersweg“ folgen. Dieses Sträßchen endet schon bald nach der Bebauung. Jetzt verläuft der weitere Wirtschaftsweg nach Unterquerung der Bahn zum Halderundweg „Wilsberg“. Hier treffen wir auch wieder auf den Amstelbach. An diesem entlang und vorbei an einer Holzbrücke wandern wir noch ein Stück, bis uns der Weg bergan führt. Bevor wir das Plateau erreichen nehmen wir den links schwarzen Pfad, der uns zum Gipfelplateau führt. 

       

Amstelbach am Haldenfuß

 

bergan zum Gipfelplateau

 

Beschreibungstext

Im Vergleich zu anderen Halden der Region ist die Halde Wilsberg in Höhe und Ausformung eher unauffällig. Sie entstand aus Steinkohle-Abraum der Zeche „Laurweg“, der bis 1955 von dem „Zössje“ antransportiert wurde. Ursprünglich war die Halde größer und reichte fast bis an die „Roemonder Straße“. Aufgrund des hohen Kohleanteils wurde ein großer Teil des Abraums in den siebziger Jahren einer Zweitverwertung zugeführt.

 Von dem 40m hohen Plateau präsentiert sich ein herrliches Panorama mit der gesamten Haldenlandschaft des Aachener Raums, nach Süden zum „Lousberg“ und der Eifel sowie nach Norden bis Kerkrade zum „Nullanderberg“. Das Gipfelplateau wurde in den 90er Jahren mit Steinblöcken zu einem Kreis gestaltet.

 

Halden, Relikte des Bergbaus


Ein schmaler Pfad führt uns hinunter in den bewaldeten Hang. Leider ist dieser Pfad nach den letzten Stürmen zu einem kleinen Hindernisparcours geworden. Schließlich erreichen wir aber unbeschadet den Haldenfuß, wo der Amstelbach über Steinquader überquert wird. Hier befinden wir uns jetzt auf dem Haldenrundweg, der uns rechts zu einer Kopfweiden-Allee führt. Hier lädt ein Rastplatz zu einer Pause ein, bevor es nach einer weiteren Querung des Amstelbaches um die Halde bis zum Rand der Bahnlinie geht. Hier zeigt ein Steinwegweiser links zum Gelände der Firma Krantz, das gequert wird. 

 

       

Abstiegspfad

 

Amstelbachquerung

 

Kreuz- und Naturdenkmal

In dem anschließenden kleinen Weiler Ürsfeld gab es seit 1288 einmal drei Wasserburgen, Groß-Uersfeld, Mittel-Uersfeld mit „Haus Ottegraven“ und der „Küppershof“. Von diesen ehemaligen Anlagen sind nur vom Groß-Uersfelder Hof noch Teile der Vorburg erhalten sowie der vom Amstelbach gespeiste Teichgraben existiert in Teilen noch und schmiegt sich im Halbrund um die Anlage. „Haus Ottegraven“, obwohl die Gebäude relativ geringe Kriegsschäden aufwiesen, verfiel es in den 50er Jahren immer mehr und wurde abgetragen. Der Küppershof wurde nach einem schweren Brandschaden 2009 umfassend saniert, modernisiert und zu Wohn- und Gewerbezwecken umgenutzt.

 Da von den alten Anlagen kaum noch etwas Historisches zu sehen ist, biegen wir nach Verlassen des Krantz-Geländes rechts ab und folgen dem „Weißen Weg“ zur „Banker Feld Straße. Hier steht an der Einmündung ein Metallkreuz aus dem 19. Jh. unter einer imposanten Kastanie. Weiter geradeaus durch die freie Feldlage erreichen wir den Weiler „Forsterheide“. Von den größeren Bauernhöfen sind nur noch drei in Betrieb, die anderen wurden aufgegeben oder zu Wohnhäusern umgebaut. Bemerkenswert sind noch „Hof Huisje“ links vor Einmündung zur L259, der wir nach rechts folgen, dann links der Doppelhof „Eschhus“, wo früher einmal Essig hergestellt wurde, und der „Hof Bau“ mit der Jahreszahl 1716. Gegenüber steht ein weiteres Wegekreuz (1998) in Erinnerung an die Eheleute Niessen. Die vielen Kreuze stehen für die tiefe Verbundenheit der Bevölkerung dieses Landstriches mit dem christlichen Glauben. 

 

       

übererdeter Westwall

 

Westwall-Biotop

 

Snowwold

Hier folgen wir dem „Geuchter Weg“ ca 200m und biegen dann links in den unbefestigten „Dicker Busch Weg“ ein.

Durch einen schmalen Durchgang betreten wir eine Wiese, in der zunächst nichts darauf hindeutet, dass wir uns dem ehemaligen Westwall nähern. Erst beim Verlassen der Wiese müssen wir einen Geländeabsatz hinuntersteigen. Es handelt sich hier um die Begrenzungsmauer der heute überdeckten Höckerlinie. Aufgrund der massiven Bauweise wäre ein Rückbau mit hohem Aufwand verbunden. Da die Betonruinen nicht land- oder forstwirtschaftlich genutzt werden können, wurden sie zum Teil übererdet bzw. sind heute wertvolle Naturbiotope, in die sich viele Tier- und Pflanzenarten zurückgezogen haben.

Auf dem folgenden Wirtschaftsweg wandern wir rechts weiter und sehen jetzt deutlich den Verlauf im Gelände. Der Weg führt dann entlang diesem Relikt des zweiten Weltkrieges, das als solches heute nur noch als ökologisches Rückzugsgebiet für Flora und Fauna dient.

 An einer Bank biegen wir links ab und blicken über die freie Feldlandschaft nach Norden, wo am Horizont im holländischen Landgraaf die Skihalle „Snowwold“ zu sehen ist. Es geht nun leicht bergab ins Tal des Horbaches zur „Scherbstraße“. Die dort vor uns liegende Wiese wird als Hochzeitswiese bezeichnet, Brautpaare können hier ihren Hochzeitstag mit einer Baumpflanzung feiern.

   

   

Fatimakepelle

 

Obermühle

 

Amstelweg

 Wir wenden uns hier nach rechts und sehen an erhöhter Stelle am Rande einer schönen Streuobstwiese die „Fatimakapelle“ liegen. Sie wurde 1957 aus Anlass des 25 jährigen Ortsjubiläum des damaligen Pastors Dechant Klein erbaut. Er hatte sich in den Kriegsjahren und auch später besondere Verdienste um das Dorf erworben.

100m weiter liegt links die Obermühle. Sie stammt aus dem 13. Jh. Diese Wassermühle gehörte zu Haus Heyden. Wegen Wassermangels wurde die Mühle1964 stillgelegt. Das Gebäude ist restauriert und wird derzeit als Tagungshaus genutzt. Entlang des Baches gab es einmal zahlreiche Mühlen.

 Hinter der Mühle gehen wir links zwischen Amstelbach und dem renaturierten Mühlengraben und erreichen links den Zusammenfluss von Amstel- und Horbach. Der Blick geht nun zum „Haus Heyden“. Die teilweise erhaltene Wasserburg gab dem Landstrich seinen Namen. Erbaut im 13. Jh. für die Grafen von Jülich, wurde sie in seiner wechselvollen Geschichte unterschiedlich genutzt. Von der Fliehburg bis zum Ökohof dient sie heute aufwendig und authentisch restauriert als private Wohnanlage.

 

       

Haus Heyden

 

Haus Heyden

 

Amstelbachkatarakt

Zunächst wandern wir noch ein Stück auf der Heydenstraße, aber dort wo diese bergan führt nehmen wir den Trampelpfad, der weiter dem Amstelbach folgt mit der gegenüberliegenden imposanten Anlage von Haus Heyden. Es ist wohl der schönste Abschnitt des Baches, der sich zwischen alten knorrigen Bäumen an dem rechts steil ansteigenden Talhang ein idyllisches Bett geschaffen hat. Der Wald öffnet sich und über eine Grasfläche erreichen wir die Hubertuskapelle. Sie wurde 1902 zu Ehren des Schutzpatrons der Jäger gebaut. 

 

       

Amstelbach-Pfad

 

Hubertuskapelle

 

Beschreibungstext

Nach einer letzten Pause geht auf der wenig befahrenen Straße im Tal des Blejerheiderbaches hinauf nach Pannesheide. An der ersten Einmündung biegen wir in die „Stegelstraße“ ein und gehen bis zur Mühlenbachstraße. Gegenüber führt ein Pfad bis zur „Haus-Heyden-Straße“. Hier wandern wir nun mit Blick über die weite Feldlage zurück zum Parkplatz, dabei kann der aufmerksame Wanderer in ca 100m Entfernung ein weiteres Teilstück der Höcker ausmachen. Richtung Roermonder Straße versteckt sich unter einem Grashügel ein ehemaliger Bunker.

 Wir haben eine Wanderung erlebt, die man in dieser zersiedelten und landwirtschaftlich genutzten Landschaft nicht so abwechslungsreich erwarten konnte. Dazu haben der naturnahe Amstelbach und die Wilsberghalde erfreulicherweise ihren Beitrag geleistet.

 

Information: Wanderkarte Nr.1 des Eifelvereins (Aachen). Karte Pferdelandpark

 

Streckenlänge: 12km lange Rundwanderung; teilweise Wanderweg „Weißer Weg“

 

Schwierigkeit: leicht, Auf- und Abstiege 115m 

 

Einkehrmöglichkeit: keine, Rucksackverpflegung!

 

Track:  Wilsberg Runde.gpx  (speichern unter)


Video:  https://youtu.be/B_JEkkh870E

 

 

 

 

 

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 Auf Spuren der Vergangenheit

entlang einer alten Römerstraße

 

Im Süden der Niederrheinischen Bucht liegt die Stadt Baesweiler. Sie ist umgeben von landwirtschaftlichen Ackerflächen und gehörte jahrzehntelang zum Aachener Steinkohlenrevier. Gewachsene Wälder sind nicht vorhanden und so zieht diese Landschaft kaum Wanderer an. Landschaftlich hat sie zwar wenig zu bieten, aber tagtäglich bewegen wir uns auch in Baesweiler auf Spuren der jüngeren und älteren Vergangenheit, die über Jahrhunderte vom Menschen verändert worden ist. Diese Spuren möchte ich bei einer Wanderung aufspüren.

 

  Lageplan Via Belgica

Der Blick in die Vergangenheit zeigt uns, dass schon vor fast zweitausend Jahren eine römische Heerstraße durch das Stadtgebiet führte. Sie verband Köln (Colonia Claudia Ara Agrippinensium) mit der Atlantikküste. Leider sind von ihr keine Spuren mehr sichtbar, nur Archäologen haben die Straße an vielen Stellen aufgegraben und konnten so den Verlauf rekonstruieren. Oberirdisch deutet hier und da auf frisch gepflügten Äckern eine vermehrte Anhäufung von Steinen auf die Straße hin. Oft sind auch römische Straßen an einer leichten Wölbung des Geländes zu erkennen, die aber in unserer Region durch intensive landwirtschaftliche Bearbeitung und Bergsenkungen des ehemals tätigen Bergbaus verwischt worden sind. Auf Google Earth ist der Verlauf an einigen Stellen an einer Farbänderung des Bodens zuerkennen und zeigt, wie schnurgerade die Straße sich durch die Landschaft zieht.

Beginnen wir die Wanderung in der Gegenwart am Parkplatz des „Malerviertels“ in der „Max-Beckmann-Straße“. Durch die Anlage eines kleinen Bürgerwaldes führt uns die Wanderung durch die Flur „Galgenberg“. Der Name lässt vermuten, dass hier einmal ein Galgen gestanden hat. Bei der Auswahl der Richtstätten ging man davon aus den Galgen weithin sichtbar zu machen. So erleben wir von hier einen weiten Blick. Im Nordosten erstreckt sich dabei unverkennbar die Bergehalde der ehemaligen Zeche „Emil Mayrisch“. Sie wurde 1959 angelegt und wurde zu einem Wahrzeichen der Region.

Vor uns liegt nun in den rundum landwirtschaftlich genutzten freien Flächen eine mit Bäumen bestandene grüne Insel. Es war im Jahr 1570 als Johann von Reuschenberg im Westen des ehemaligen Herzogtums Jülich-Kleve-Berg die Settericher Mühle errichten ließ. 1579 wurde die Mühle erstmals urkundlich erwähnt. Bis 1912 wurde hier Korn gemahlen, dann stellte die Mühle den Betrieb ein.

Danach diente sie verschiedenen Jagdpächtern während und nach der Jagd als Aufenthaltsort und erhielt den Namen „Jagdschlösschen“. Eine Zeit lang wurde das Anwesen dann als Gaststätte genutzt und war ein beliebtes Ziel für Sonntagsausflüge.

 

       

ehem. Settericher Mühle

 

Umspannwerk

 

Endstation

 Im Zweiten Weltkrieg hatten deutsche Soldaten eine Funkstation in der Mühle eingerichtet. Wegen ihrer exponierten Lage war sie 1944 stark von deutschen und amerikanischen Soldaten umkämpft und wurde im Zuge der Gefechte bis auf den Mühlenstumpf zerstört. Heute befindet sich auf dem Anwesen eine Tierpension.

Vor uns blicken wir Richtung Siersdorf zu der alten gotischen Kirche, die nach Vorgänger Bauten um 1510 entstand. Richtung Nordosten stand das ehemalige Siersdorfer Kraftwerk. Von diesen Betriebsgebäuden ist aber so gut wie nichts mehr übrig geblieben. Ende Juni 1996 stellte das Kraftwerk seinen Betrieb ein. Als letzter Rest ist heute noch das Umspannwerk vorhanden.

Es geht hinunter in eine kleine Geländemulde, in der das „Oidtweiler Fließ“ entwässert. Quellen gib es hier auf dem flachen Land nicht und so fließt das Regenwasser oberflächig in Geländemulden ab, den sog. Fließe. Außerdem wird das Abflusswasser der Kläranlagen in diese abgeleitet.

Wir erreichen den Ortsrand von Siersdorf und sehen hier das Ende einer Eisenbahnstrecke. Sie begann links auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Emil Mayrisch von der die geförderte Kohle abtransportiert wurde.

 Im Jahr 1953 übernahm die Bundesbahn die Strecke und führte einen Personenverkehr ein. Hier am Ende der heutigen Gleise befand sich der Bahnhof Siersdorf. 1982 wurde der Personenverkehr eingestellt und somit blieb bis auf weiteres nur noch der Güterverkehr übrig. Als die Grube Emil-Mayrisch die Förderung 1992 einstellte blieb vorerst als einziger Güterkunde nur noch das Kraftwerk Siersdorf, dass noch mit Kohle beliefert wurde. Allerdings auch nicht mehr lange. Ende Juni 1996 stellte das Kraftwerk seinen Betrieb ein, die Kohlezüge wurden überflüssig und somit gab es keinen Verkehr mehr auf der Strecke.

 

       

Waldweg

 

ehem. Zwangsarbeitslager

 

Einmannbunker

 Nach Querung der L50 geht es auf einem Weg entlang eines kleinen Wäldchens weiter. Dort in dem unwegsamen Gelände befinden sich heute noch massive und eindrückliche Strukturen eines ehemaligen Zwangsarbeiterlagers, das aus sechs Steinbaracken bestand, in denen meist russische Kriegsgefangene untergebracht waren. Sie schufteten während des Zweiten Weltkriegs in der Landwirtschaft und im Bergbau, denn sie mussten die heimischen wegfallenden Arbeitskräfte, die in die Wehrmacht eingezogen wurden, ersetzen. Beim Näherrücken der Front hatte man die Gefangenen abtransportiert. Aus dem Lager entstanden später die ersten Bergmannsunterkünfte für die Gastarbeiter der Zeche EMIL MAYRISCH. Mauern und ein Einmannbunker bzw. Wachhäuschen erinnern noch an diese Zeit.

 

       

Bettendorfer Fließ

 

Feuchtgebiet am Wegesrand

 

naturnahes Fließ

Wir kommen an den Rand eines kleinen Gewässers hinter dem sich ein Mast in die Höhe streckt. Dort drüben befand sich bis 1992 die Grube „Emil Mayrisch“. Sie war die jüngste der Schachtanlagen im Aachener Steinkohlenrevier. 1938 begannen die Abteufarbeiten. Durch den zweiten Weltkrieg wurden die Arbeiten stark beeinträchtigt und kamen letztendlich zum Stillstand. Erst nach längerer Pause konnten die Arbeiten fortgesetzt werden. Die Förderung der ersten Kohle begann im Jahr 1952. Es entstand eine der modernsten Schachtanlagen Europas.

Heute befindet sich auf dem ehemaligen Zechengelände ein Testing-Center, wo auf einer Autoteststrecke Autos der Zukunft erprobt werden und die in ihrer Entwicklung mittlerweile weltweite Bedeutung erlangte.

Zusätzlich entstand auf dem Gelände Europas größte Filmkulisse für High-Speed-Autobahnszenen. So wird der Nachbau einer Autobahn seit 2005 für Actionszenen der Serien Alarm für Cobra 11, Die Autobahnpolizei 112, Sie retten dein Leben und Auf Streife - Die Spezialisten genutzt. Auch für Werbespots wird sie verwendet. Der bewachsene Wall macht leider einen Blick in diese Szenerie unmöglich. Das Ausmaß der Anlage zeigt sich auf Google Earth.

 An den Bergbau, der hier mehr als fünf Jahrzehnte betrieben wurde, erinnern heute an der Zufahrt nur noch eine Lore auf grüner Wiese und die große Halde.

 

       

ehem. Kläranlage Siersdorf

 

Steg, Siersdorfer Fließ

 

grüner Weg

 Es ist ein idyllischer Weg durch mit abwechseln Landschaftsbilder. Plätschernd begleitet uns das Bettendorfer Fließ, das sich bald mit dem Oidtweiler Fließ zum Siersdorfer Fließ vereinigt.

Auf der gegenüberliegenden Bachseite steigt das Gelände dem hohen Wall auf, der einen Einblick in das Filmgelände weiterhin unmöglich macht.

Der Weg führt entlang des renaturierten Siersdorfer Fließes und landwirtschaftlich genutzten Äcker in ein kleines Tälchen, das hier zu beiden Seiten von aufgeschütteten Erdwällen begrenzt wird. Hinter dem Linken liegt eine Bodenverwertungs- und Bauschuttrecyclinganlage. Anschließend sehen wir links die stillgelegte Kläranlage von Siersdorf. Nur das neu errichtete Pumpenhaus ist als einziger Betriebspunkt übrig geblieben. Die Abwässer werden über eine Fernleitung zur modernisierten Großkläranlage nach Setterich transportiert.

 Rechts finden wir einen kleinen Steg über das Fließ vor, das wir hier überqueren. Vor uns liegt ein verwilderter Pfad mit dem wir zu einer abgelegenen Wiese gelangen. Diese verlassen wir geradeaus mit der Zufahrt und stoßen auf einen Grasweg, der links am „Röttgenweg“ endet. Dieser war die ehemalige Ortsverbindungsstraße von Setterich nach Dürboslar. Heute dient sie als Zufahrtsstraße zur weiter links liegenden Recyclinganlage der Fa. Schlun. Hier wenden wir uns nach rechts und biegen nach ca 200m links in den Wirtschaftsweg ein. 

 

       

Bergehalde

 

Via Belgica, Rchtungspfeile

 

Naturschutzgebiet

 Der Blick geht zur Halde, die dort drüben ihren Anfang nahm und mit Hilfe einer Bandstraße (Förderband) den Abraum von Untertage aufbrachte und sich immer weiter nach Norden ausdehnte.

Der Grasweg bringt uns mit einem Rechtsbogen zur K12. Auf dem Radweg finden wir 200m links im Boden eingelassene Betonpfeile. Hier stoßen wir das erste Mal auf die gekennzeichnete Trasse, der einstigen römischen Heerstraße. Nach dem Ende der römischen Herrschaft im vierten Jahrhundert verlor die Via Belgica westlich von Jülich an Bedeutung. Wichtiger war nun die Verbindung nach Aachen. Die verkehrstechnisch nicht mehr benötigte Straße nach Westen wurde vernachlässigt. Nur einzelne, meist kurze Abschnitte werden bis heute als Feldwege oder Hauptstraßen in einzelnen Orten genutzt. Der größte Teil der römischen Straße liegt heute in landwirtschaftlich genutzten Flächen, deren Flurgrenzen den antiken Trassenverlauf nicht mehr erkennen lassen. So hat man vor einigen Jahren an verschiedenen Stellen den früheren Verlauf der Römerstraße sichtbar gemacht.

Leider verläuft die Route weiter auf dem für Wanderer ungeliebten asphaltierten Radweg bis zur Einmündung in die B56. Auf der anderen Seite führt der befestigte Wirtschaftweg zu einem Rastplatz der VIA Belgica (mansio). 

 

Für sportliche Wanderer besteht zwar die Möglichkeit nach 250m den Wirtschaftweg zu benutzen und vorbei an einem Biotops so zur B56 zu gelangen. Dort endet aber dieser Weg an einem Graben und einer Leitplanke. Diese müssen überwunden werden und ebenso auf der anderen Straßeseite ein weiterer Graben, um direkt zu dem Rastplatz der VIA Belgica zu gelangen. Bei der Sraßenüberquerung ist wegen des fließenden Verkehrs höchste Vorsicht geboten.

 

Schautafeln zeigen Verlauf und Informationen zur Straße. Die eigentliche Trasse der Römerstraße verlief aber ca 500m weiter südlich.

 „Via Belgica“ ist eine moderne Bezeichnung für eine etwa 400 km lange römische Heerstraße, die Köln mit der Atlantikküste verband. Der lateinische Begriff „mansio“ bezeichnet ein am Rande der Fernstraße angesiedeltes Rasthaus. Hier konnten Reisende einkehren und übernachten. Neben dem Hauptgebäude der Herberge bestand eine solche zivile Straßenstation in der Regel aus Wirtschaftsgebäuden wie Ställen und Scheunen, häufig gab es auch eine Badeanlage. Bereits Kaiser Augustus führte ein System von in gleichmäßigen Abständen eingerichteten Raststätten entlang der Staatsstraßen ein, um den reibungslosen Ablauf des staatlichen Kurier- und Transportdienstes, des cursus publicus, zu gewährleisten. 

 

       

mansio (Rastplatz)

 

Rastplatz

 

Hohlweg nach Freialdenhoven

 Das heutige Areal wurde mit Obstbäumen bepflanzt, darunter alte Obstbaumsorten, die es schon zur Zeit der Römer gegeben hat. Umgeben von den Obstbäumen lässt es sich in der Rast- und Ruhezone angenehm pausieren mit einem herrlichen Blick zur Bergehalde.

Der Weiterweg führt zunächst noch über die freie Feldlage Richtung Freialdenhoven, bevor er durch einen Hohlweg den Ort erreicht. Hohlwege erinnern immer wieder an alte Karrenwege, so handelt es sich hier um einen Teil des Weges, der von dem vor uns liegenden Freialdenhoven einst nach Dürboslar führte.

Der Ortsname entstand nach einem alten Hof, der in einem befriedeten und geschützten Waldbezirk lag: "Vredenaldenhoven" = Freialdenhoven. In Urkunden taucht der Ort im Jahre 1029 als Altenhof, um 1100 als Vrenenaldenhoven, um 1200 als Vrei-Aldenhof und 1431 als Fredenaldenhoeuen auf. 

 

       

Erinnerungstafel

 

Blick zur Bergehalde

 

Wegekreuz

Mit der „Althoffstraße“ wandern wir ortsauswärts. Der Straßenname erinnert an die weltberühmte Zirkusfamilie Althoff, die hier ihren Stammort hatte.

 Im Jahre 1660 wurde hier ein Findelkind aufgefunden. Weil keine Eltern bekannt waren, nannte man es Michael und nach seinem Auffindungsort Aldenhoven. Michael Aldenhoven gründete hier den Zirkus Althoff. Die Angehörigen dieser Familie zogen fortan als Gaukler und Jongleure durch die Lande. Die größte und älteste Zirkusdynastie der Welt hat hier ihren Ursprung. Das Anwesen der Althoffs stand am Beginn der Dorfstraße. In der zu Ehren des Zirkus benannten Althoffstraße hatte der Zirkus noch bis zum 2. Weltkrieg das Winterdomizil. Durch die lange Zirkustradition und die im Laufe der Zeit entstandene Verwandtschaft mit vielen anderen Zirkusfamilien Europas gingen im Laufe der Zeit 72 Zirkusunternehmen mit dem Namen Althoff hervor. 

Die Straße führte, bevor sie von der Bergehalde überschüttet, wurde nach Setterich zum „Ederener Weg“. Wir verlassen den Ort und biegen in den nächsten links abgehenden Wirtschaftsweg ein, der uns zur B56 bringt. Auf der anderen Straßenseite steht ein Wegekreuz. Vor uns erhebt sich nun die Halde an deren Böschungsfuß es links weglos weiter zum Rückhaltebecken des Siersdorfer Fließes geht.

Durch dieses naturnah angelegte Becken wurde Der Lauf des Fließes renaturiert. So ist ein ökologisch wertvoller und ansehnlicher Bestandteil der Landschaft entstanden. 

       

Biotop am Wegesrand

 

Unser Wanderweg

 

Siersdorfer Fließ

 Zunächst noch entlang des Beckens nehmen wir den nächsten rechten kaum begangenen Weg entlang eines Biotps, der zum Fuß der Halde führt. An dieser geht es nun weiter bis das Siersdorfer Fließ überquert und der „Röttgenweg“ erreicht wird

Dort folgen wir diesem rechts vorbei an der ehemaligen Kläranlage und dem Gelände der Recyclinganlage. Die links liegende Wiese gehörte zu dem Rödgen Hof, der hier einmal stand und bereits 1407 urkundlich erwähnt wurde. Der Gutshof wurde um 1966 abgerissen, da Kraftwerk und Steinkohlengrube (incl. der Bergehalde), so große Teile der landwirtschaftlich genutzten Flächen verschlungen hatten, dass der Hof nicht mehr existieren konnte. Heute ist von ihm nichts mehr zu sehen. 

   

   

ehem. Gelände Rödgen Hof

 

Naturtunnel

 

Halde "Emil Mayrisch"

 Eine Teilstrecke der Siersdorfer Leitung zur Kläranlage Setterich konnte hier mit offener Baugrube ausgeführt werden. In diesem Bereich nahe der Bergehalde Emil Mayrisch vermutete man im Erdreich auch Hinweise auf den Verlauf der römischen Heerstraße „Via Belgica”. Tatsächlich kam nach Abtragung des obersten Straßenbelags in einer Tiefe von 2,20 Metern eine Trasse zum Vorschein, die sich in ihrem Ausbau nach sorgfältiger Untersuchung als römische Fernstraße erwies. Eine mächtige Kiesschicht mit einer Breite von fünf bis sieben Metern wurde beidseitig von einer 60 Zentimeter tiefen Sandaufschüttung begrenzt.

An der Wiesenecke stand einst ein Kreuz, das heute am Ortseingang nach Setterich seinen Platz gefunden hat. Links geht es auf einem idyllischen tunnelähnlichen Pfad entlang dem ehemaligen Anwesen des Rödgen Hofes mit Blick über die Felder Richtung Setterich. Nach einem Rechtsbogen geht der Grasweg in einen Asphaltweg über, der einige Meter hinter dem von links einmündenden Weg wieder die Via Belgica kreuzt. Sie ist aber nicht markiert. Bei gepflügtem Acker ist aber rechts eine vermehrte Steinansammlung zu beobachten, die auf die einst vorhandene Römerstraße hindeutet.

 Nach Nordosten zeigt sich die Bergehalde in ihrer ganzen Länge und Höhe. Sie ist 900 m lang und hat eine Höhe von 100 m und ist für die Öffentlichkeit gesperrt, das aber bei günstigen Wetterbedingungen Gleitschirmflieger aber nicht davon abhält, dieses Gelände für ihre Sportart zu nutzen.

 

       

Spuren der Via Belgica (Steine)

 

Weinberg

 

von der Kohle zum Wein

 Anders sieht es für Weinfreunde aus, denn drei Weinbegeisterte aus Baesweiler haben auf der Bergehalde, genauer gesagt dem Teil auf Baesweiler Stadtgebiet, einen Weinberg angelegt. 400 Rebstöcke haben die drei „Winzer“ 2019 auf dem rekultivierten Teil der Halde gepflanzt. Die schrägen Flächen eignen sich hervorragend, weil zudem das Bergematerial dunkel ist, heizt es sich vor allem an den nach Süden exponierten Steilhängen sehr stark auf. Temperaturen von 60 Grad Celsius sind keine Seltenheit. Die Wärmeenergie wird nachts nur zögernd abgegeben, so dass auch an sonst kalten Tagen auf der Halde die bodennahe Luftschicht eher temperiert ist. 2023 sollen die Weinstöcke den ersten Ertrag bringen So werden wir vielleicht schon in den nächsten Jahren ein Fest mit heimischen Wein feiern können. Der Name des edlen Tröpfchens ist auch schon bekannt. „Glückauf Bacchus“ soll der Weißwein heißen. Bacchus steht für den Gott des Weines und Glückauf für die Bergbau-Tradition der Region, die jetzt zum westlichsten Anbaugebiet Deutschlands wird.

Wegekreuz Ortseing Setterich, ehem. Rödgen Hof

 Damit sind wir auf unserer Wanderung und den Spuren durch die Vergangenheit in der Gegenwart angekommen. Auf dem unbefestigten Weg durch die Feldfluren geht es weiter und anschließend auf den rechts auf Setterich zuführenden Wirtschaftsweg. Unterwegs kreuzt man dabei nochmals die im Boden unsichtbare Via Belgica,

Am Ortsrand von Setterich gehen wir entlang Gärten und Streuobstwiesen zur L50. Hier befindet sich rechts eine Kreuzanlage mit Vorplatz und Sitzbank. Das Kreuz besteht aus Teilen eines alten Wegekreuzes, das vor dem zweiten Weltkrieg an einer Esskastanien-Allee im Bereich des Rödgen Hofes gestanden hat. Der schmiedeeiserne Kreuzaufsatz war nicht mehr vorhanden und wurde durch einen neuen ersetzt.

 Nach neuen Erkenntnissen wurde das Kreuz für den Baron Dietrich von Koloff zu Vettelhofen, eine wichtige Persönlichkeit des Deutschen Ordens, nach dessen Tod im Jahr 1717 errichtet.

Das 4 m hohe Wegekreuz besteht aus aufeinander gesetzten gelben Sandsteinblöcken und einem schmiedeeisernen Kreuzaufsatz. Im oberen Stein wurde in der Nische eine Barbara-Statue aus Bronze angebracht. Sie ist die Schutzpatronin der Bergleute und soll an die Bergwerke in unserer Region erinnern.

Wir queren links nach ca 50m die Straße und wandern entlang einer hinter der Bebauung mit Sträuchern und Bäumen angepflanzten Grünfläche. Am Ende geht es über einen Spielplatz zum Adenauerring und dort zu der neuen Settericher Umgehungsstraße. Hier ist Vorsicht geboten, da kein Gehweg vorhanden ist. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite führt der Wirtschaftsweg vorbei an einem Regenrückhaltebecken hinter dem wir rechts auf dem parallel verlaufen Weg wieder zu unserem Ausgangspunkt kommen.

Das Fazit dieser Wanderung zeigt, dass auch in einer überwiegend landwirtschaftlich genutzten Fläche eine abwechslungsreiche Wanderroute sich ergeben kann, wenn man versucht die wenigen Höhenpunkte zu entdecken. Zu einer guten Wanderstrecke fehlen zwar viele Kriterien, da kaum Rastmöglichkeiten vorhanden sind und es sich um viele befestigte Wege handelt. Dagegen bieten die Pfade ein besonderes Naturidyll. 

 

Information Die Via Belgica hat man 2014 als Erlebnisroute ausgearbeitet. Sie wird mit sieben Etappen als Rad- und Wanderroute von Köln bis Rimburg an der niederländischen Grenze mit Daten und Informationen beschrieben. (www.erlebnisraum-roemerstrasse.de)

 

Strecke: 14km Rundwanderung, befestigte und unbefestigte Wege, 

 

Schwierigkeit: leicht, keine Höhenunterschiede

 

Einkehrmöglichkeit: unterwegs keine, 

 

GPX-Track:  spuren via belgica.gpx 

 

 

 

 

 

  

 

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Haldenrundtour Carl Alexander 

 

Die letzten Spuren des ehem. Bergbaus

 

Über Jahrhunderte war die Landwirtschaft zwischen Köln und Aachen die Haupternährungsquelle der Bevölkerung. Seit der Entdeckung der Kohle im 11. Jh. prägte sie fortan das Gesicht der Landschaft und der Menschen. Der aktive Steinkohlenbergbau des Aachener Reviers endete 1992 mit der Schließung der letzten Grube in Siersdorf. Die Halden sind die letzten Spuren des ehemaligen Bergbaus und haben auch in Baesweiler ein sichtbares Merkmal hinterlassen. Die Halde blieb seit 1975 weitgehend sich selbst überlassen. Gräser, Büsche und Bäume breiteten sich auf dem schwarzen Berg aus. Der Wendepunkt kam dann 2008, als die Halde und sein umgebendes Gelände zu einem Freizeitpark umgestaltet wurden und zu einem Anziehungspunkt der Stadt und der Region wurden.

 

       

Baesweiler

 

Zeche Carl-Alexander 1992

 

Halde Carl-Alexander

Ohne gewachsene Wälder wurde in einer landwirtschaftlich geprägten Landschaft für Wanderer ein Rundweg und ein 80m hoher Aufstieg zu einem phantastischen Aussichtspunkt geschaffen. Dieser Wanderweg wird ein Teil unserer heutigen Tour sein.

Parkmöglichkeiten gibt es am Ende des Herzogenrather Weges oder direkt an der Halde mit Zufahrt zum Carl-Alexander-Park von der K27.

 Dort starten wir an dem futuristisch wirkenden, roten Baukörper des „Bergfoyers“ unsere Wanderung. Zunächst wollen wir vom zentralen Bergplateau aus einen atemberaubenden Panoramablick genießen. Dazu steigen wir die Treppe in dem „Bergfoyers“ hinauf. Eine ca. 25 Meter lange Hängebrücke führt in den „Schwebesteg“, der durch die Baumwipfel der Halde ansteigt und anschließend in die „Himmelsstiege“ übergeht. Bänke laden unterwegs immer wieder zum verschnaufen und auch Schauen ein. Nach 270 Treppenstufen haben wir die 80 Höhenmeter bis zum Bergplateau überwunden. 

 

       

Hängebrücke

 

Schwebesteg

 

Aussichtsplattform

 Wer den Aufstieg etwas moderater und nicht so anstrengend haben möchte, benutzt den Bergpfad links neben dem Bergfoyer und erreicht aber ebenfalls nach ca 1,2km das Bergplateau. Hierbei sollte man den Abstecher zum Via-Aussichtpunkt nicht auslassen. Von dort aus hat man einen herrlichen Rundblick. Der Rückweg kann dann über die Treppe erfolgen.

Wer hingegen den abenteuerlichen und etwas anstrengenden Aufstieg gewählt hat, erreicht nach der letzten Treppenstufe das Bergplateau mit einer Rastbank. Ein aussichtsreicher Plattenweg führt bis an die westliche Spitze der Halde mit der teils frei über der Abbruchkante schwebenden Aussichtsplattform. Sie bietet Fotomotive der besonderen Art. Ein atemberaubender Panoramablick zeigt uns heute eine idyllische und ländliche Landschaft, aber noch vor Jahren waren es Fördergerüste, Türme, Halden und Kokereien die ihr Gesicht prägten. Heute erinnert nichts mehr an die rauchenden Betriebsanlagen. Sie wurden abgebaut und das Gelände in den folgenden Jahren für Natur, Freizeit, Wohnen und Arbeiten neu gestaltet. Der Blick geht bei gutem Wetter bis zu den Höhenzügen der Eifel und den Kühltürmen des Kraftwerks Weißweiler.

Nachdem wir den Wind uns um die Ohren haben wehen lassen, wandern wir über die Hangstiege bergab. Rechts und links hat die Birke als erste die vegetationslosen Flächen zurückerobert, aber unter zwischenzeitlich aufgetretenen Stürmen stark gelitten. 

Ein Hinweis zeigt dann rechts zu einem Aussichtspunkt der „VIA Belgica“ – Dort befindet sich am Rand der Halde ein Rastplatz mit Informationen zu einer alten römischen Heerstraße. Der Blick geht über den von Feldern umgebenen Ort Beggendorf weit nach Norden, aber eine Römerstraße ist nicht zu entdecken. Leider sind von ihr keine Spuren mehr sichtbar, nur Archäologen haben die Straße an vielen Stellen aufgegraben und konnten so den Verlauf rekonstruieren. Oberirdisch deutet hier und da auf frisch gepflügten Äckern eine vermehrte Anhäufung von Steinen auf die Straße hin.

 

       

Windbruch im Birkenwald

 

Rastplatz mit Aussicht

 

Aussicht zur ehem."via belgica"

 Es war vor fast zweitausend Jahren als hier am heutigen Fuße der Halde die Römer eine ursprünglich zu militärischen Zwecken dienende Straße gebaut hatten, die von Köln nach Bavay bei Paris führte. Später bereisten statt Soldaten Kaufleute das Land und es entwickelte sich ein lebhafter Handelsverkehr. Herberge, Wirtshäuser, Pferdewechselstationen, Marktzentren und ganz neue Siedlungen ergänzten nun immer zahlreicher die militärischen Stützpunkte. Zahlreiche Verzweigungen und Querverbindungen komplettierten das Netz der gesamten römischen Fernstraßen. Das Straßennetz wurde immer dichter.

Eine weniger wichtige Straße verlief von Eschweiler über Oidtweiler und Baesweiler nach Geilenkirchen. In diesem Kreuzungsbereich entwickelte sich eine kleine römische Siedlung (vicus) mit Handwerksbetrieben und einer Raststation (Mansio). Im 3. Jahrhundert n. Ch. wurde die Siedlung aufgegeben und geriet in Vergessenheit. Am Ende der römischen Herrschaft im vierten Jahrhundert wurde die „Via Belgica“ westlich von Jülich zugunsten eines Streckenverlaufs nach Aachen aufgegeben, der Straßenverlauf verfiel und die Siedlungen wurden verlassen. Im Laufe der Jahrhunderte entstand aber das in der Nähe liegende heutige Baesweiler. Die Franken knüpften oft an die aufgegebenen Siedlungsräume der Römer an und legten ihre Siedlungen auf zuvor unbewohntem Land an.

Wer genau hinschaut kann rechts an dem Richtung Beggendorf führenden Wirtschaftsweg eine noch junge Eiche sehen. Durch das Projekt „Erlebnisraum Römerstraße“ wurde die „Via Belgica“ dort durch diese Säuleneiche markiert. An anderen Stellen sind es Betonplatten, die die Trasse anzeigen.

 

Zurück geht es nun bis zum Bergpfad, auf dem wir mit herrlichen Aussichten zu den letzten Zeugen des ehemaligen Aachener Steinkohlenreviers hinunter wandern. Der Blick geht von West nach Süd bis in die Eifel. 

 

       

Feuchtbiotop am Haldenfuß

 

Krötenteiche

 

Bank unter Aussichtsplattform

 Im Westen hat sich am Fuße der Halde eine dauernd feuchte Senke gebildet. 1913 war hier auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Carl-Alexander in der Katasterkarte der Name „Buschsoot“ eingetragen. Anlass zu diesem Namen gab wahrscheinlich ein Rinnsal, das sich im Busch sammelte und seinen Lauf durch die kleine Talsenke nahm, in der später das „Beeck Fließ“ als Wassergraben der Zeche benutzt wurde. Die Halde hat den Abfluss unterbrochen und so wachsen in der sumpfigen Mulde ringsum Weiden, Erlen und Pappeln.

Unterwegs entdecken wir auf ein Drittel Höhe, runde Wasserbecken, die von oben wie in Formation notgelandete unbekannte Flugobjekte aussehen. Diese Becken sollen den Schlammteich ersetzen, der die Geburtshelferkröte lange Zeit zur Vermehrung genutzt hatte, der aber in den beiden trockenen Sommern ausgetrocknet ist. Zusätzlich wurden angrenzende Böschungsbereiche frei geschnitten, die von der Geburtshelferkröte gerne als Tages- und Winterversteck genutzt werden. Das nur spärlich bewachsene und lockere Abraummaterial der Bergehalde eignet sich bestens zum Eingraben. Weiter geht es mit toller Aussicht bergab und einem letzten Blick auf die oben über den Rand ragende Aussichtsplattform.

Die hier auf der Südseite nicht bewaldeten Flächen weisen durch die Sonneneinstrahlung auf dem schwarzen Untergrund eine Extremsituation mit einer ihr eigenen Tier- und Pflanzenwelt auf. Im mittleren Bereich finden wir eine üppige Schlingpflanzenvegetation.

 Unten wenden wir uns nach links und gehen vorbei am Bergfoyer. Eine Tafel zeigt uns die großzügige Anlage des Parks an. Auf einem Serpentinenweg erreichen wir die Straße mit einem Hinweis zur „Via Belgica“, die auf dem gegenüberliegen Wirtschaftsweg in ca 300m Entfernung verlief. Der Verlauf ist dort im Weg durch Betonpfeile markiert. Der größte Teil der römischen Straße liegt heute in landwirtschaftlich genutzten Flächen, die den antiken Trassenverlauf nicht mehr erkennen lassen.

 

       

Markierung "via belgica"

 

Eiche als Markierung

 

Mansio Baesweiler

Wir wandern aber jetzt auf dem Radweg am Haldenfuß entlang bis die vorhandene Stützmauer der Halde zur Linken endet. Hier sehen wir rechts Richtung Beggendorf am Rande des verlaufenden Wirtschaftsweges auch die schon erwähnte Eiche, die die Lage der Römerstraße anzeigt. Links führt uns der Pfad zu einem Parkplatz. Hier bei „Gut Blaustein“ wurde erstmals die Römerstraße in Baesweiler mit einer Länge von 850 m und einer Breite von 25 m entlang der Abraumhalde der Zeche Carl Alexander bei archäologischen Untersuchungen im Jahr 2005 entdeckt. Daher wurde hier am Fuße der Bergehalde für den neuen „Erlebnispark Carl Alexander“, der im Jahr 2008 eröffnet wurde, eine „Mansio“, ein Rastplatz, als Informationspunkt gebaut. Ab Gut Blaustein folgt die Via Belgica dem Verlauf der heutigen „Friedens“- und „Brünestraße“ zum Wurmübergang bei Rimburg. Am Ortseingang von Boscheln erinnert die Statue eines Legionärs an die römischen Wurzeln der Region.

Die Wanderung führt auf dem asphaltierten Haldenrundweg weiter, bzw von diesem mit einer kleinen Hecke getrennten unbefestigten Weg, bis wir uns von der Halde entfernen. Der Blick geht über die freie Grünfläche zu einem kleinen Wäldchen in dem sich das Feuchtgebiet befindet, das 1913 den Namen „Buschsoot“ trug. Links sehen wir einen bewachsenen Damm, der vom „Herzogenrather Weg“ durchbrochen wird. Dort wurde im Jahre 1925 eine Eisenbahnverbindung zum Bahnhof Nordstern bei Merkstein angelegt, da bis dahin der Abtransport der geförderten Kohle nur mit Fuhrwerken erfolgen konnte. Mit der Einstellung der Förderung auf Carl-Alexander wurde die Strecke überflüssig und in der Folgezeit abgebaut und der Natur überlassen.

 

       

Feuchtbiotope

 

rechts und links

 

Blick zum ehem. Gut Merberen

Wir unterqueren rechts auf dem „Herzogenrather Weg“ die neue Baesweiler Umgehungsstraße. Anschließend folgt eine kleine Geländemulde, die dort durch zusätzliche. Bergsenkung entstandenen Wasserflächen fließen nicht mehr ab und sind für die landwirtschaftliche Nutzung unbrauchbar, Sie haben sich aber inzwischen durch natürliche Vegetationsentwicklung landschaftlich integriert.

 

So entstanden inmitten der weiten Feldflächen rechts und links des Weges grüne Oasen und bilden einen wertvollen Landschaftsraum von dem Amphibien, Libellen und verschiedene Vogelarten profitieren.

 In dem grünen Wäldchen zur Linken lag einst das „Gut Merberen“. Es wurde schon 973 erstmals urkundlich erwähnt. Erhalten Ist noch die landschaftsbestimmende Zufahrtsallee, zu der uns der nächste Wirtschaftsweg links führt. Am ehemaligen Hofeingang steht noch das eingefriedete, hölzerne Feldkreuz aus dem 19. Jahrhundert, das auf einem Steinsockel mit fast lebensgroßem, farbig gefasstem Christus-Korpus aus Blei steht.

 

       

Kreuzanlage Gut Merberen

 

Wüstung Gut Merberen

 

Weiher Gut Merberen

 Zur Unterscheidung von dem jüngeren Hof in der Gemeinde Merkstein wurde es „Alt-Merberen“ genannt. Im Laufe der Zeit wurde das Gut aufgegeben und abgerissen. geblieben ist nur ein verwilderter Park.

Das ist schade, dass so eine grüne Oase in einer überwiegend landwirtschaftlichen Landschaft den Menschen vorenthalten wird. Es gibt bei einer Wanderung so wenig erholsame Plätze, dass ein Fußpfad zu dem im Gelände gelegenen Weiher, dort z.B. mit zwei Ruhebänken, ein Highlight sein würde. So begnügen wir uns mit der vor der Kreuzanlage stehenden Bank.

Mit der Lindenallee wandern wir weiter zum „Übacher Weg“ (L164). Dort überbrücken wir mit dem Radweg die neue Umgehungsstraße und biegen links in den nächsten abgehenden Weg. Auf diesem für Wanderer ungeliebten Abschnitt mit Verkehrslärm müssen wir in Kauf nehmen, da es keine Alternaive gibt. Auch der Wirtschaftsweg führt ca 300m zwar getrennt mit einer bepflanzten Böschung an der Straße entlang bis er nach Süden abknickt. Es geht auf das Bergsenkungsgewässer „Sueren Pley“ zu, wo schon seit vielen Jahrzehnten keine Landwirtschaft mehr möglich ist. Auch ringsum liegende Flächen werden seit 2020 nur noch extensiv genutzt.

 

       

Lindenallee Gut Merberen

 

Bergsenkungsgewässer

 

"Sueren Pley"

Ähnlich wie bei dem verwilderten Gelände von Alt Merberen wird auch hier der Erholung suchende ausgesperrt. Meterhohe Baumwurzeln versperren den Zutritt und sogar ein einwandfreier Blick zu dem einmaligen Landschaftsbild wird gestört. Als unübersehbare Elemente könnten sie in einem regionalen Grün- und Freizeitsystem eine neue Rolle übernehmen und Naturliebhaber und Wanderer begeistern. Mit einem gestörten Blick auf das Naturidyll wandern wir links und mit dem nächsten rechten Weg auf den Alsdorfer Nordfriedhof zu. Auch hier wird an den ehemaligen Bergbau erinnert. Wir gehen rechts zum Haupteingang und betreten eine einmalig schöne Parkanlage mit altem Baumbestand.

 

       

Nordfriedhof Alsdorf

 

Grabsteine der Verunglückten

 

Unterführung L240

 Von den 271 Toten, die bei dem großen Grubenunglück von 21.10.1930 ums Leben kamen, sind 145 Tote hier beigesetzt. An der Südseite des Friedhofs wandern wir auf dem Asphaltweg in die greie Feldflur, wo es links mit Blick zur Halde bis an die L240 geht. Diese unterqueren wir nach ca 220m und wandern am Böschungsfuß des ehemaligen Bahndamms, der heute sich selbst überlassen wie eine grüne Linie durch die Felder zieht, Kohlenzüge fuhren hier einmal von der Zeche Carl-Alexander nach Merkstein.

  

       

neue Energiequellen

 

ehem. Bahndamm

 

Halde Carl-Alexander

 Am Merberener Weg geht es rechts und nach Überquerung der Umgehungsstraße finden wir noch einmal eine Bank zum Rasten und Informationen zur Windenergie, die auch an einigen Windrädern im Umkreis gewonnen wird. Mit Blick auf zwei dieser Windräder führt uns der Weiterweg Richtung Halde.

Mit dem nächsten Grasweg kommen wir wieder an die Umgehungsstraße, an der es vorbei und später an dem alten Bahndamm zum „Herzogenrather Weg“ geht. Hier erreichen wir wieder den Haldenrundweg, der links die ehemalige Bahntrasse durchbricht. 

 

       

Biotop am ehem- Bahndamm

 

Jugendcamp

 

Haldenrundweg

 Von dem hier einst vorhandenen Baesweiler Busch ist nach Aufschüttung der Halde nichts mehr übrig. Nach Schließung der Zeche wurde die nicht mehr genutzte Fläche in den letzten Jahrzehnten Zug um Zug von der Natur zurückerobert. Heute stellt die Halde Carl-Alexander eine Besonderheit in der Landschaft dar und ist von ökologischem Wert.

Nach einem Schatz wurde hier der Sage nach Mitte des 19. Jh´s gesucht, nachdem vermutet wurde, dass nach der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 die abziehenden französischen Truppen einer der Soldaten die Kriegskasse hier vergraben haben sollte. Die Suche hatte aber keinen Erfolg. Die ganze Geschichte des Baesweiler Waldes erläutert eine Info-Tafel am Wegesrand.

Wir folgen nun am Fuße der Halde dem Haldenrundweg vorbei an einem Jugendcamp. Ein alter Waldbestand bedeckt den unteren Teil der Halde, indem die Trasse der ehemaligen Bahnlinie noch an ihren Eichengalerien zu erkennen ist.

 

       

Trasse ehem. Zechenbahn

 

Bergfoyer

 

Erinnerung an die "via belgica"

Auf der breiten Landschaftsader, die mit originellen Spielgeräten und Sitzgelegenheiten ausgestattet, wandern wir zum roten Baukörper des „Bergfoyers“.

Es war eine Wanderung, in einer überwiegend landwirtschaftlich geprägten Landschaft, die trotzdem einige grüne Oasen zu bieten hatte. Der Aufstieg zum Aussichtsplateau der Bergehalde mit einem phantastischen Blick auf die ehemalige Bergbauregion war natürlich das Highlight. Im „Barbaros Café“ am „Bergfoyer“ kann man dann die Tour gemütlich ausklingen lassen.

 

Information: https://www.baesweiler.de/carlalexanderpark.html   Fernglas ist nützlich

Streckenlänge: 12km lange Rundwanderung;

Schwierigkeit: 80m Anstieg zum Haldenplateau, übrige Strecke leicht

Einkehrmöglichkeit: Barbaros Café“ am „Bergfoyer“

 

GPX-Track:  CarlAlexander Haldentour.gpx

 

 

 

 

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Wandern weckt die Lust auf mehr